Kaltluft | Simulation, Analysen & Bewertungen

Die nächtliche Kaltluftversorgung von städtischen und ländlichen Räumen stellt eine relevanten Planungsaspekt in der Stadt- und Landschaftsplanung dar. Im Kontext des voranschreitenden Klimawandels und der zunehmenden Verdichtung der städtischen Räume kann die Versorgung von thermisch belasteten Gebieten mit nächtlicher Kaltluft einen relevanten klimatisch Entlastungseffekt darstellen, den es aufgrund seiner Sensibilität zu schützen und zu fördern gilt.

Anders als die regionaltypische Anströmung prägen sich Kaltluftsysteme lokal über auskühlenden Oberflächen aus und sind daher in ihrer Ausrichtung und Fließgeschwindigkeit nicht mit den übergeordneten Windcharakteristika gleichzusetzen. Es entwickelt sich eine nächtlichen Kaltluftdynamik, bestehend aus Kaltluftproduktion und Kaltluftbewegung, primär während austauscharmer Nächte, bei denen keine regionale Anströmungen auftreten, die das lokale Kaltluftsystem stören können.

Da Kaltluft schwerer ist als wärmere Luftmassen, folgen die kühleren bodennahen Luftschichten in einer horizontalen Bewegung den lokalen topografischen Verhältnissen talabwärts. Strömungshindernisse, wie Bebauungsstrukturen können das Strömungsfeld nachtteilig beeinflussen, wenn sie den Abfluss durch ihre Lage und Ausrichtung verlangsamen oder ablenken.

Leistungsspektrum

  • Simulation und Bewertung von Kaltluftsituationen
    • Bebauung dezidiert aufgelöst
    • Auflösung in der Regel zwischen 2 m und 7 m (je nach Größe des Untersuchungs- und des Kaltlufteinzugsgebietes)
  • Fachliche Auseinandersetzung zu individuellen Fragestellung (z.B. Wechselwirkung von PV und Kaltluftentstehung / Kaltlufttransport, etc.)
  • Nullfall / Planfall Simulationen
    • Differenzbetrachtung mit dezidierter HotSpot-Beschreibung
    • Entwicklung von fallbezogenen Planungshinweisen

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